Ein voller Erfolg waren am 13. und 14. Juni die Trainerinnen-Schulungen des LRN. Tanzwart Beate Drießen und Beisitzerin Pia Giesen waren am Ende zwar ganz schön geschafft, aber sehr zufrieden. Beate Drießen berichtet:
"Pia und ich konnten bei der Grundschulung Gardetanz insgesamt 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen, darunter zwei Herren. An der Fortgeschrittenen-Schulung Garde nahmen 32 Personen teil.
Im Mittelpunkt der Schulungen stand die Aus- und Weiterbildung von Trainerinnen und Trainern. Die Teilnehmenden erhielten zahlreiche Tipps, Hilfestellungen und praxisnahe Anregungen für ihre zukünftige Trainingsarbeit als Trainerinnen und Trainer. Mit den Referentinnen Nicole Kubon aus Hannover in der Theorie und Jessica Scheible aus Lauda in der Praxis, hatten wir erfahrene Dozentinnen, die den Teilnehmenden wertvolles Fachwissen vermittelten.
In der Theorie wurden unter anderem Themen behandelt, wie die Anforderungen bei Turnieren (Einmarsch, Uniform, Ausstrahlung, Ausführung der Schritte und Schwierigkeiten) sowie Choreographie und Musik. In der Praxis ging es dann um korrektes Aufwärmtraining, Grundschritte in Kombination und Variation, die Ausführung von Schwierigkeiten, Hilfestellung bei Schwierigkeiten sowie die Erstellung einer Choreografie,. Im Praxisunterricht.wurde noch intensiver bearbeitet, es gab noch mehr Gardeschritte und Schwierigkeiten, und bei allem mussten die Teilnehmer - soweit es ging - alles mitmachen. Zum Abschluss erstellten die Teilnehmer in Gruppenarbeit noch eine kleine Choreographie.
Das Schulungswochenende war geprägt von intensivem Lernen und körperlicher Anstrengung, aber auch von viel Freude, gegenseitiger Motivation und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Für alle Beteiligten war es eine bereichernde Erfahrung. In einem Punkt waren sich die Teilnehmenden einig:„Wir kommen wieder!“ Pia und ich hatten zwar viel Arbeit, aber auch uns hat es uns sehr viel Spaß gemacht."

Laut, bunt, quirlig und gut gelaunt. Mit diesen Worten kommt man eigentlich aus, um den Närrischen Jugendtreff des LRN zu beschreiben. Bei der 37. Auflage der Traditionsveranstaltung zeigten am 26. Oktober 2025 rund 320 Kinder und Jugendliche aus sechs Kommunen ihr Können. Dabei hatten die Kinder und die Zuschauer in der voll besetzten Walsumer Stadthalle jede Menge Spaß, während die LRN-Verbandsjugend, die bei dem Trubel seit 16 Jahren Regie führt, wie immer anschließend ziemlich platt war.
Der Sinn der Veranstaltung hat sich seit mehr als vier Jahrzehnten nicht verändert: Kinder und Jugendliche erhalten kurz vor Sessionsbeginn die Chance, sich ohne Erfolgsdruck auf einer großen Bühne vor großem Publikum auszuprobieren. Sozusagen eine öffentliche Generalprobe, die für einige der jungen Akteure den allerersten öffentlichen Auftritt überhaupt bedeutet. Das geht nicht ohne Lampenfieber.
Diesmal waren 16 Vereine aus Duisburg, Oberhausen, Essen, Dinslaken, Ratingen und Emmerich dabei. Das Schwergewicht der insgesamt 33 Darbietungen lag beim klassischen Gardetanz. Seit Jahren steigt auch der Anteil der Solo-Darbietungen. Doch auch über bunte Show-Darbietungen durften sich die Zuschauer freuen.
Besonders beeindruckend war dabei der erste gemeinsame Auftritt der verschiedenen Kinder- und Jugendabteilungen der Prinzengarde Rot-Weiß Ratingen, die unter dem Motto "Manege frei!" gleich 38 Zirkusdirektorinnen und zwei Direktoren tanzen ließ. Andere Tanzgruppen nahmen die Zuschauer auf eine Urlaubsreise mit oder entführten in die Welt des Rennsports.
Über Schule, Eltern und sonstiges Ungemach machte sich die einzige Büttenrednerin im Programm lustig. Adele Piller kann aber nicht nur Pointen abschießen. Im Laufe des Nachmittags war sie auch gemeinsam mit den anderen Tänzerinnen der KTV Rheinhausen zu bewundern.
Ins "Kamelleland", so das Motto und die Bühnendekoration des Jugendtreffs, regneten nach dreieinhalbstündigem Programm leider keine Süßigkeiten, dafür aber die traditionellen Luftballons. Erstaunlicherweise reagierte Laura Eisenhut, Vorsitzende der LRN-Verbandsjugend auch nach der Veranstaltung noch auf ihren Vornamen. Wie oft sie ihn an diesem Tag hörte, weiß sie nicht. Wie viel Schritte sie trotz Sprechfunk zurück legte, zählte ihr Smartphone allerdings genau: 17.000.
Trotz schmerzender Füße war die Chef-Organisatorin des Jugendtreffs sehr zufrieden. "Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und der einzige Einsatz der Sanitäter war die Kühlung eines umgeknickten Fußes." An dieser Stelle dankt das Präsidium des LRN ihr, dem Jugendvorstand und allen Helfern, die zum Erfolg beigetragen haben. Ein großer Dank gebührt aber auch allen Eltern und Betreuern, die mal wieder Taxi spielen durften. Ohne sie gäbe es keine einzige Tanzgarde und auch keinen Jugendtreff. (bm)
Der Landesverband ändert seine Frist für die Antragstellung von LRN-Verdienstorden. Orden, die bereits bei Veranstaltungen im November verliehen werden sollen, müssen bis zum 15. September beantragt werden. Auszeichnungen, die ab Neujahr bis zum Aschermittwoch verliehen werden sollen, müssen spätestens am 15. November beantragt werden.
Die neuen Fristen lösen die bisherige Regelung ab, nach der LRN-Verdienstorden bis zum 30. September beantragt werden mussten. Sie ermöglichen den Vereinen damit eine flexiblere Handhabung ihrer Ordensanträge.
Frank Prömpeler, Vize-Präsident des Bundes Deutscher Karneval, hat bei der jüngsten Mitgliederversammlung des LRN auf Probleme bei der Bearbeitung von Anträgen für BDK-Verdienstorden hingewiesen. Es sei ratsam, die Anträge "spätestens sechs Wochen vor dem geplanten Verleihungstermin" über das Mitgliederportal zu stellen. Im Einzelfall könne es sonst sehr eng werden.
Das ist angesichts des Bearbeitungsganges schon fast eine Untertreibung: Denn der Antrag wird zunächst vom BDK dem LRN zur Stellungnahme übermittelt, der in diesem Zusammenhang eventuelle Unstimmigkeiten klären muss. Eine abschließende Bearbeitung des Antrags durch die Geschäftsstelle des BDK erfolgt erst nach der Stellungnahme des Landesverbandes. Und natürlich auch erst dann, wenn der den Ordensantrag stellende Verein die Rechnung des BDK bezahlt hat. Die von Frank Prömpeler genannten sechs Wochen scheinen da immer noch recht knapp bemessen zu sein.

Eine der Gruppen aus dem Praxis-Unterricht. Ganz rechts Referentin Anika Bornemann (Foto: Mark Sarres)
Da war LRN-Tanzwart Beate Drießen kurzzeitig überglücklich gewesen. Für die Grundschulung und die Fortgeschrittenenschulung Gardetanz, die Ende April - erstmals - an einem Wochenende stattfinden sollten, hatten sich so viele Trainerinnen wie noch nie angemeldet. Es gab 71 Anmeldungen für die Grundschulung am Samstag und 56 für die Fortgeschrittenenschulung. Doch nur eine Woche vor den geplanten Terminen kam das böse Erwachen: Es meldete sich der Schulungsstab des Bundes Deutscher Karneval und teilte mit, dass die vorgesehene Referentin aufgrund ärztlicher Anordnung ausfalle und der BDK leider keinen Ersatz habe.
Immerhin rang sich die Leiterin des Schlungsstabes, Anika Bormann, dann dazu durch, wenigstens am Sonntag persönlich die Vertretung zu übernehmen. Beate Drießen traf unter diesen Umständen die schwere Entscheidung, die Fortgeschrittenenschulung komplett abzusagen und die Grundschulung auf zwei Tage zu verteilen. Hatte sie schon bei der Planung und Vorbereitung des Schulungswochenendes keine Langeweile gehabt, so kam sie jetzt noch mal richtig ins Schwitzen: Ihr stand nicht mal mehr eine Woche zur Verfügung, um den Teilnehmern der Fortgeschrittenenschulung abzusagen und jene, die an der Grundschulung teilnehmen wollten, damit zu überraschen, dass sie nun an zwei Tagen nach Oberhausen kommen sollten. Denn die Theorie fand nun am Samstag, die Praxis am Sonntag statt.

Nein, Präsident Dirk Bonkhoff nahm nicht an der Schulung teil. Er stärkte der leidgprüften Beate Drießen nur moralisch den Rücken.
Mit Rücksicht auf die Lebensplanung der Teilnehmerinnen wurden für Theorie und Praxis jeweils zwei Gruppen angeboten: eine am Vormittag und eine am Nachmittag. Dennoch gab es 20 Absagen. Viele konnten ihren Terminkalender so kurzfristig einfach nicht umstellen. Da andererseits einige aus einer Warteliste nachrückten, fand die Grundschulung zuletzt doch noch mit immerhin 48 Teilnehmern statt, von denen zwei aber nur den theoretischen Teil am Samstag mitmachten. Insgesamt nahmen 25 Vereine teil, darunter auch einer aus Braunschweig, einer aus Düren und einer aus dem Bereich des Bund Ruhr Karnevals.
"Wir hatten sogar einen männlichen Teilnehmer dabei", hebt Beate Drießen hervor. Und äußert trotz der unerfreulichen Begleitumstände Lob für Anika Bornemann aus Baunatal, die als Leiterin des Schulungsstabes kurzfristig für den Sonntag einsprang, und für Tim Ulhas, der die Theorie vermittelte. "Sie haben ihr Fachwissen kompetent an die Teilnehmer weitergegeben, die auch rege am Unterricht teilnahmen, viele Fragen hatten und viel aus den Schulungen mitnehmen konnten", so Beate Drießens Fazit.


Mit rund 300 geladenen Gästen feierte der Landesverband Rechter Niederrhein am 5. November 2023 sein 55-jähriges Jubiläum. Die Festveranstaltung im Steinhof Duisburg war, das wird man auch mal über sich selbst sagen dürfen, eine kurzweilige Sache. Jedenfalls haben wir auf allen Kanälen nur positive Resonanz bekommen.
Ab 10 Uhr versammelte sich die Gästeschar in der in den Verbandsfarben Grün und Weiß geschmückten Halle. Zu den Gästen gehörten neben den Vertretern der Mitgliedsvereine und den Mitgliedern des Förderkreises auch Oberbürgermeister und Bürgermeister aus fast allen zum Verbandsgebiet gehörenden Kommunen und unsere Jubiläums-Sponsoren, ohne die diese Veranstaltung gar nicht möglich gewesen wäre.
Prominenteste Gäste waren Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und Klaus-Ludwig Fess, Präsident des Bundes Deutscher Karneval. In Grußworten lobten sie die erfolgreiche Arbeit des LRN-Präsidiums und das engagierte Wirken aller zum Regionalverband gehörenden 112 Mitgliedsvereine, in denen rund 11.000 Mitglieder das Brauchtum Karneval pflegen.
LRN-Präsident Dirk Bonkhoff wünschte sich zum Geburtstag des Verbandes mehr offenen Austausch auf allen Ebenen, mehr Entgegenkommen von Politik und Verwaltung bei der immer schwieriger werdenden Brauchtumspflege und die Verbannung zweier Sätze aus dem karnevalistischen Wortschatz. Mit „Das haben wir aber immer so gemacht“ und „Das haben wir aber nie so gemacht“ gewinne man keine Jugend, auf die es schließlich ankomme, wenn Karneval eine Zukunft haben soll, so Bonkhoff.
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Das von Dirk Bonkoff und LRN-Protokollführer Bodo Malsch mit erkennbar guter Laune moderierte Programm bot zum Auftakt eine Slide-Show, die vom jungen Förderkreismitglied Maurice Walter gestaltet worden war. Zur Musik von Schumanns Rheinischer Sinfonie und einer finnischen Punk-Rock-Band tanzten da die Logos aller Mitgliedsvereine auf der großen Projektionsfläche des Steinhof um den Jubiläumsorden. Wunderschön!
Rund um die Redebeiträge zeigten drei Solistinnen aus Duisburg, Oberhausen und Ratingen sowie ein Mariechen-Doppel aus Essen ihr anmutiges Können. Alle fünf demonstrierten auf beeindruckende Weise, wie wichtig und lohnend die Jugendarbeit im Verband ist. Feine musikalische Unterhaltung, mal leise, mal mitreißend, steuerte das Duisburger Duo „Stark reduzierte Einzelstücke“ bei. In der Mittagspause gab es übrigens Grünkohl und grünen Wackelpudding mit Vanillesauce. Auch hier alles in den Verbandsfarben des LRN gehalten.
Die schwierige Aufgabe, nämlich eine bei solchen Gelegenheiten übliche Laudatio zu halten, ohne das Publikum dabei bis zur Erschöpfung zu langweilen, hatte das LRN-Präsidium einem Profi übertragen. Der Kabarettist Kai-Magnus Sting übertraf alle in ihn gesetzten Erwartungen. In einer bunten und an brüllend komischen Pointen reichen Melange, nahm er den organisierten Karneval auf liebevolle Weise auf die Schippe, erzählte vieles über seine Familie, über die Fußnägel der Oma und ließ sich mit einem kräftigen Augenzwinkern über die Gewohnheiten einiger Präsidiumsmitglieder aus. Das war für die Zuhörer ein echtes Lachmuskeltraining. Sein Fazit: „Den LRN muss es geben. Das sind alles positiv Bekloppte.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.